Regen und Matsch, es macht bei jedem Schritt patsch

"Und wie Du wieder aussiehst"

26.05.2013

„Und wie du wieder aussiehst“.

Kleine Reflexion zum Rheinsteigextrem-Lauf 2013

Original (die Ärzte)

Und wie du wieder aussiehst

Löcher in der Nase

Und ständig dieser Lärm

(Was sollen die Nachbarn sagen?)

Elektrische Gitarren

Und immer diese Texte

Das will doch keiner hören

Fälschung (der RTBler)

Und wie du wieder aussiehst

Pampe an den Beinen

Und so triefend naß

(was sollen die Nachbarn sagen?)

Rauf und runter durch die Matsche

Und immer kalter Regen

Das macht doch keinen Spaß.

Rheinsteigestrem-Lauf 2013

Eigentlich ist damit alles gesagt. Während der RHEX im Jahre 2012 ein wahrer Genuß bei strahlendenm Sonnenschein war , gestaltete er sich in diesem Jahr zum genauen Gegenteil!

Schon der Start begann am Morgen des 26. Mai bei leichtem Regen, der sich im Laufe des Vormittages unaufhörlich steigerte. Man wurde nass, man kühlte aus, man drohte auf den schmierig-glatten Wegen in die Tiefe zu stürzen ... und .. und ... und es gab kalten Tee, was ich persönlich hasse, bei ebensolchen Läufen. Ein kleiner Campingkocher an der Strecke, und schon hätte man ein warmes Getränk gehabt. Kann man doch bei den Starpreisen verlangen, oder?

Die Duschen waren kalt und verdreckt, die After-running Party bzw.. Siegerehrung fand im Freien statt und auf der Rückfahrt mit der Straßenbahn zum Start habe ich gefroren und gezittert.

Ich glaube, wenn der Ausklang in einer leicht erwärmten Halle oder in einem Zelt statt gefunden hätte, wäre es für viele Teilnehmer noch zu einem versöhnlichen Ende gekommen - so wie beim Röntgenlauf.

Brauche ich das noch einmal? Nein!

So habe ich das gesehen, der mit 4 Stunden und 4 Minuten auch weit unter seinen Möglichkeiten blieb, was nicht nur an der Strecke lag, sondern wahrscheinlich auch an meinem minimalen Training (oder am Alter, wovon meine Frau eher überzeugt ist ).

Piet Gerber hat das alles viel besser bewältigt und kam mit einer Zeit um die 3.30 blendend ins Ziel. Er hatte auch einen ganz anderen Eindruck von diesem Lauf. Der Piet wäre aufgrund seiner Größe auch nicht bis zur Nasenspitze im Morast versunken wie ich, sondern nur bis zu Brust und hätte noch Luft bekommen ... nee, ganz so schlimm war es nicht, aber es kam mir so vor.

Das kann natürlich auch ganz anders sein. Wenn ihr wissen wollt wie, müsst ihr noch einmal den Bericht vom RHEX 2012 lesen, oder den von 2008, 2009, 2010, 2012.

Gerd Dürr

PS

Lieber Gerd,

da muss ich aber jetzt zur Ehrenrettung dieses wirklich phantastischen Landschaftslaufs etwas zu schreiben:

Du hast natürlich mit fast allem völlig recht, und Du hast auch nur ein ganz klein wenig übertrieben, wenn Du z.B. schreibst: Morast bis zur Brust. Tatsächlich reichte der Modder nämlich gerade Mal \"nur\" bis zum Knöchel, und vielleicht ein kleines Stück darüber hinaus.

Das führte natürlich dazu, dass die Schuhe nach einiger Zeit mit eben diesem Modder vollgelaufen waren. Ab diesem Zeitpunkt war ich dann an einem Punkt, wo es mir sch...egal war, ob ich durch Modder oder Wasser laufen musste. Ab diesem Punkt kam gerade deshalb bei mir dann der Spassfaktor dazu, und die Schlammlöcher verloren jeglichen Schrecken. Da der Regen von oben sein übriges tat, war ich halt irgendwann komplett nass und vollgespritzt mit Modder.

Fakt ist, wir haben die 7. Auflage des RHEX überstanden, wenn ich auch gestehen muss, dass ich noch nie in meiner Wettkampfkarriere so einen heftigen Muskelkater hatte, wie dieses mal nach dem RHEX.

Trotzdem: Ich bin nächstes Jahr, wenn meine Gesundheit mitmacht, mit absoluter Sicherheit wieder dabei! Dieser Lauf ist ganz einfach grosse Klasse, vor allem bei Sonnenschein!

Peter Gerber