Bremerhaven-Marathon

Heike, Udo, Erhard und Peter im hohen Norden

18.08.2013

Samstag, 17.08.2013

Als Vorbereitung für den diesjährigen Röntgenultra, bzw. um einen schnellen 10er zu laufen, fuhren am vergangenen Samstag Heike und Udo, sowie Erhard und ich nach Bremerhaven.Nach einer gemütlichen, fast staufreien Fahrt erreichten wir gegen 14.30h unser Quartier, die Pension Alex.

Diese hatte ich ausgewählt, um die Übernachtungskosten zu minimieren.

Was will man also erwarten, wenn ein DZ 41,--, ein EZ 25,-- Euro kostet? Nicht viel, aber zumindest das DZ entpuppte sich als komplette, große Ferienwohnung, wenn auch, wie auch in den geräumigen EZ, die Bäder ziemlich “angeranzt” waren. Ich habe zumindest mit meinen Badelatschen geduscht.

Nächster Anlaufpunkt war natürlich die Startunterlagenausgabe. Leider hatte es der Veranstalter versäumt, zum Straßennamen eine Hausnr. hinzuzufügen. Wie sich herausstellte, war die entsprechende Straße nämlich zum einen ziemlich lang, zum anderen teils Fußgängerzone. Glücklicherweise hatten wir etwas von einer Kirche gelesen, an welcher der Start- u. Zielbereich sein sollte. Somit hielt sich die Suche in Grenzen, zumal wir per Zufall genau dort in der Nähe geparkt hatten. Hinweisschilder “Marathon” o.ä. suchte man nämlich auch vergeblich.

Nach Abholung der Unterlagen im Gemeindehaus, direkt neben der Kirche, entdeckte ich eine Currywurstbude, an welcher wir den ersten Hunger stillen konnten. Ab 18.00h sollte es nämlich die FROSTA-Pastaparty geben.

Nachdem wir einen kurzen Spaziergang in Richtung Hafen gemacht hatten, die dortigen Sehenswürdigkeiten ausgiebig bestaunt hatten, und den Blick aufs Wasser genossen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Karstadt Restaurant, zum Kohlenhydrate einlagern.

Der Mann, welchem wir unsere Startnummern zeigen wollte, winkte ab: “Ich glaube euch auch so, dass ihr Läufer seid”! Das Angebot war ziemlich riesig: Drei verschiedene Nudelgerichte, alle sehr lecker, und vor allem konnte jeder unbegrenzt die Teller nachfüllen.

Nach dem Essen noch ein Stadtspaziergang, ein großes Eis, und dann langsam ab in unser angeranztes Quartier.

Sonntag, 18.08.2013

Nach ausreichend Schlaf, trotz fremden Bett und Lage zur Hauptstrasse, ging es nach dem gemeinsamen Frühstück, welches wir mitgebracht hatten, zum Start.

Optimalen Parkplatz, direkt an den Umkleiden/Dusche gefunden, Taschen abgegeben, die individuellen Rituale gepflegt, an den Start gestellt. Punkt 10h sollte es losgehen, Massenstart 5, 10, 21, 30 u. 42km, nur begannen 10 Minuten vorher die Kirchenglocken zu läuten, so dass niemand den Startschuss gehört hätte. Kurz nach 10h, Glocken verstummten………10, 9, 8, …..3,2,1, PENG!

Alles wie immer, jeder versucht sein Tempo zu finden, was im Gedränge der vielen anderen entsprechend schwierig ist. Heike und Udo vorne weg, Erhard, bei seinem ersten flachen Marathon, zusammen mit mir im Energiesparmodus hinterher.

Nach einer Runde winkten uns Heike und Udo zu, welche die10km Strecke in 59:23 (4.AK) bzw. 50:36 ( 2.AK) gelaufen waren.

Nachdem wir nach zwei Runden das HM-Ziel in ca. 2:01h passiert hatten, bekam Erhard bei km 23 Probleme und fiel zurück. Das habe ich dann genutzt, um das Tempo anzuziehen, so dass ich nach weiteren ca. 1:52h im Ziel war. Auf der Zielgeraden habe ich dann noch einen Läufer überholt, von dem ich dachte, dass er in meiner AK 55 laufen könnte. Mit dieser Vermutung sollte ich recht behalten, nur leider war er in der Wertung trotzdem 3 (drei) Sekunden vor mir und belegte so Rang 1. So ist das eben mit der Brutto-Netto-Zeitmessung per Chip!

Kuriosum im Ziel: Es gab für das gemeine Volk keine Medaillen, sondern nur für die erstplatzierten und ausländischen Teilnehmer! Angeblich waren 1500 bestellt, aber nur 150 geliefert worden. Erst auf Nachfrage im Wettkampfbüro wurden Erhard, der in 4:15h den ersten Platz in der AK 65 gewonnen hatte, sowie mir, der immerhin in 3:53h zweiter der AK 55 geworden war, eine Medaille ausgehändigt.

Essen fassen, trinken, noch mehr trinken, den Moment genießen, duschen, auf die anderen gewartet, ab ins Auto und mit vielen Staus zurück nach Remscheid.

FAZIT:

Nur um dort zu laufen, ist die Anreise zu weit und der vier Runden Kurs zu unattraktiv. Positiv zu erwähnen ist auf alle Fälle die Stadt Bremerhaven, die kurzen Wege, die Pastaparty (All inclusiv) sowie die überaus freundlichen Norddeutschen!

Peter Gerber