DKV MANNSCHAFTSLAUF

LAUFEN, SPASS UND LECKER´ ESSEN

04.05.2012

DKV-Lauf 2012. Viel Spaß und lecker ` Essen.

Der DKV-Lauf ist ein Lauf der ganz besonderen Art, bei welchem 4 gleichstarke Läufer sich auf Kosten eines fünften einen lustigen Abend machen. Der fünfte Läufer wird dabei auf einer 15 Km langen Strecke in Grund und Boden gerannt. Während des Laufes vergeht ihm sozusagen Hören und Sehen. Im Ziel klopft man ihm dann verständnisvoll auf die Schulter, „gut gemacht Junge, toll gekämpft“ und beschwert sich anschließend bei einem Gläschen Bier lautstark darüber, dass der fünfte Mann einfach zu langsam war und man so einen guten Platz verspielt habe - ob das Frauen auch so machen, weiß ich leider nicht. Das ganze sagt man hinter vorgehaltener Hand so laut, dass der fünfte Mann es auch hört, danach völlig enttäuscht ist und nie mehr an diesem Lauf teilnimmt. Als Trostpflaster erhält der Frustrierte dann eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft bei der Krankenkasse DKV (Zahnersatz ausgenommen) die er dann auch dringend für einen psychologische Behandlung braucht, oder wahlweise ein Handtuch oder einen Satz Pflaster in einer Plastikschachtel.

Halt! Stopp! Alles gelogen! Quatsch! Nein, so ist es nicht, auch wenn es dem einen oder anderen Teilnehmer manchmal so vorkommen mag.

Der eigentliche Wettkampf beginnt viel früher. Die anspruchsvolle Organisation im Vorfeld ist die eigentliche Meisterleistung, der Lauf nur die Krönung.

Wochen vorher nahmen Heike und Udo Stollwerk mal wieder die leidvolle Aufgabe auf sich, Mannschaften für diesen Lauf zusammen zu stellen. Wer passt wo rein? Wer läuft welches Tempo ... usw. usw. ? Dann wurde, wie jedes Jahr, alles noch einmal umorganisiert. Denn mittlerweile hatten einige Teilnehmer abgesagt, neue wurde gefunden, passten aber nicht in das Zeitfenster der betreffenden Gruppe und alles musste neu optimiert werden. Aufregung bis zum letzten Tag. Udo und Heike selber stellten sich als Springer zur Verfügung. Diese Springer braucht man unbedingt, denn manchmal kommt einen Absage erst kurz vor dem Start; in seltenen Fällen erscheint ein Teilnehmer erst gar nicht am Start.

Zusätzlich koordinierten die beiden Wermelskirchener die Abfahrtzeiten nach Köln, die Interaktion der Läufer per Mail und das Zusammenstellen des Buffets, welches jedes Jahr auf dem Parkplatz vor der Dingsarena, na wie heißt das Müngersdorfer Stadion jetzt noch, ist ja auch egal, aufgebaut wird. Perfekt! Ihr solltet das professionell machen.

Heike und Udo, wo nehmt ihr eigentlich diese unglaubliche Ruhe her vor dem Start? Ich bin vor solchen Events immer das reinste Nervenbündel, kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

6 Mannschaften hatte der RTB zusammen bekommen. Eine unglaubliche Leistung dieses Remscheider Vereins. Das macht dem RTB so schnell keiner nach. Gastläufer waren natürlich willkommen und stellten sich auch zur Verfügung.

Früh standen wir am Freitag den 4.05. 2012 vor dem besagten Stadion herum. Großes Hallo allenthalben. Smalltalk unter lauter netten Leuten und natürlich der Austausch der schönsten Läuferkrankheiten, wie immer vor wichtigen Läufen. Warmlaufen im Busch, Gruppenfoto, Startaufstellung. Dann ging alles ganz schnell. Um kurz nach 18 Uhr bretterte unser D-Zug los. Bernd Fiedler, Michael Kuhl, Oliver Witzke, Markus Boehm und ich begaben uns auf die flache Strecke in einem parkähnlichen Gelände am Adenauer Weiher. Sehr angenehm zu laufen, Temperatur ideal. 4 schnelle Runden ... und schnell waren wir wirklich. Wir haben mehr Gruppen überholt als wir überholt wurden. Mehrfach ernteten wir Kommentare ob unserer Herkunft aus Remscheid: „Seid ihr nach Köln gelaufen... hahaha ...“. „Exakt“ antworteten wir „wir haben uns bis hierhin warm gelaufen. Deswegen überholen wir euch auch gerade“. Unsere Stadt ist doch bekannter als wir dachten.

Gegen Schluss hatten wir ständig die Gruppe um Matthis Bioly in Sichtweite vor uns. Es gelang uns aber nicht, an die Gruppe Nr. 3 näher heran zu kommen. Noch heute rätseln wir, was die eigentlich vorher eingenommen haben. Das wollen wir beim nächsten Mal auch haben, Udo.

Nach dem Duschen trafen wir uns dann zum berüchtigten Nachtmahl beim DKV-Lauf. Nebenbei stellte Udo die neuesten Trainingsanzüge des RTBs vor, die er wohl der holländischen Nationalmannschaft abgetrotzt hat. Wie hast du die Holländer überredet, Udo? Macht ja nichts, sehen sehr schick (im holländischen „heel mooi“) aus, die orangefarbenen Dinger.

Wir verputzten die herrlichsten Salate und tranken alkoholfreies Bier. Couscoussalat, Nudelsalat, Fischpastete, Grillwürstchen, Weißbrot, diverses Gebackenes, Bionade, Wasser, Erdinger alkoholfrei und Kaffee, mehr braucht der Mensch nicht. Dies ist auch der eigentliche Grund, warum ich jedes Jahr zum DKV-Lauf fahre: lecker essen. Ich habe selten so ein vielfältiges Buffet gesehen ... es wird viel gelacht ... und plötzlich sprechen wir über die Teilnahme am RheinsteigExtrem. Ich konnte aber nicht herausfinden, ob dort auch ein Buffet angeboten wird. Kriege ich aber noch heraus.

Der Rheinsteigextrem ... nee komm, das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Gerd Dürr