31. DKV Mannschaftslauf

06.05.2011

Der Wettergott schien es wirklich gut mit uns zu meinen, als wir uns am 6.Mai am Nachmittag nach Köln aufmachten, um beim 31. DIV Mannschaftslauf unseren Vorjahres-Siegertitel zu verteidigen.

Nachdem wir uns durch den Feierabendverkehr auf der A1 gequält hatten, fanden wir uns pünktlich in Köln ein und machten uns daran, alle Teilnehmer unseres Teams auf die gemeldeten vier Mannschaften (a fünf LäuferInnen) zu verteilen.

Unsere Herrenmannschaft RTB1 hatte die große Ehre, mit Startnummer 1 ins Rennen zu gehen und begab sich sehr zügig in Richtung Starterfeld. Klaus Lipus berichtet:

„Die erste Runde ist freies, unbehindertes Laufen. Wir können zwar niemanden überholen, müssen aber auch nur zweimal anderen Teams den Vortritt lassen. Unser Team besteht aus Uta Niedrig und vier Mann Eskorte. Uta wünscht sich einen flotten Lauf, mit einer Zeit um 1:15 Stunden. Von Anfang an ist das Tempo gut getroffen. Peter Gerber, Michael Kuhl und unser „Gast“ Läufer Norbert, von Tura Süd, versuchen zwar das Tempo ein wenig zu erhöhen, werden aber von Uta und Klaus Lipus dabei gebremst. Die zweite Runde läuft Prima, das Tempo ist sogar ein paar Sekunden schneller geworden. Für Abwechslung ist nun auch gesorgt. Das übliche Spielchen hat begonnen, denn nun darf reichlich überholt werden und werden lassen. Runde drei, das Tempo bleibt. Peter läuft locker seine Aufwärmkilometer für den Marathon in Düsseldorf, zwei Tage später. Michael würde gerne doch noch etwas schneller laufen, begnügt sich aber mit der Rolle als Wasserholer. Norbert und Klaus sind mit dem Tempo zufrieden, ebenso wie Uta, die nun das von ihr gewünschte flotte Tempo genießen kann. Nach rund 1:14 Stunden erreichen wir das Ziel. Alle sind rundherum sehr zufrieden, niemand hatte einen Einbruch und es gab keinen Stress. Und die Viermanneskorte hat Uta optimal begleitet und ins Ziel gebracht.“

Kurz vor Start fiel meiner Mannschaft (RTB Damen2) dann mit Schrecken auf, dass unser fünfter Mann Rolf noch immer nicht eingetroffen war.09

\" Wo bleibt Rolf?\" war in den nächsten Minuten die meistgestellte Frage.

Eigentlich hätte Heike sich schonen sollten, erklärte sich aber sofort bereit, Rolf zu ersetzen und verschwand im Auto, um die Jeans gegen eine Laufhose zu tauschen.

Da wir nur noch wenige Minuten bis zum Start übrig hatten, drängelten wir uns kurzerhand beim Fotoshooting vor und waren alsbald bereit, zu starten.

Mit einem mal erkannten wir in der Menschenmenge aber ein wohl bekanntes Gesicht und Rolf tauchte auf. Da er zum Glück bereits wettkampfmäßig gekleidet war, konnten wir uns direkt an den Start stellen.

Die Strecke setzte sich aus vier Runden je 3,75km zusammen.

Die erste Runde meisterte meine Mannschaft ohne jede Probleme, ab der zweiten Runde hatte die arme Doris mit Bauchschmerzen und Ricarda mit Asthma zu kämpfen. Die Beiden haben aber unglaublich tapfer bis zum Schluss durchgehalten und unser Hahn in Korb Rolf wurde allseits darum beneidet, als einziger Mann in meiner Mannschaft mitlaufen zu dürfen.

Auch die Mannschaft RTB Herren2 hatte viel Spaß bei dem Lauf.

Udo Bergemann führte die Gruppe wie ein Uhrwerk an. Am Anfang taten sich schon Bedenken auf, dass das Tempo für unseren Neuling Axel Schacht zu flott sein könnte. Doch Axel lief das Rennen problemlos zu Ende und war so positiv angetan, dass er noch am Buffet von Udo Stollwerk um ein Aufnahmeformular zum RTB bat. Für den Daniel Kuhl war es ein weiterer Trainingslauf, der als Auszubildender Feuerwehrmann noch am Morgen im Rahmen seiner Ausbildung einen 11 km Lauf absolvieren musste.

Stephan Neuhann musste feststellen, dass er selbst als Lehrer nicht ausgelernt hat. Stephan hatte erkannt, dass es für so einen Lauf nicht ausreicht, über den ganzen Tag mit nur einem Frühstück auszukommen. Für das nächste Mal werden wir alle für unseren Stephan eine Banane mitbringen.

Und Jutta erzählt von der vierten Mannschaft (RTB Damen1), mit welcher der RTB an den Start gehen konnte:

„Die lustigste aller Frauenmannschaften bestand aus Beate, Renate, Marion, Mila und Jutta, die unterwegs viel Spaß hatten. Geredet wurde eigentlich die ganze Zeit über, obwohl Mila oft ermahnte: „Redet nicht so viel, spart euch euren Atem auf, wir haben noch einige Kilometer vor uns“. Die Männertruppen, die es fertigbrachten, uns zu überholen, wurden natürlich gnadenlos angequatscht und ihrer Geschwindigkeit und ihres guten Aussehens gelobt. Leider waren diese oft so schnell unterwegs, dass wir ihre Antworten nur noch aus der Ferne hören konnten oder sie von ihrem Anführer „Ruhig bleiben, Männer“ ermahnt wurden. Uns hat das jedoch nicht davon abgehalten, auch die Männer anzusprechen, welche wir überholten und diese ließen sich gerne auf kurze Flirts ein. Auch wenn das Reden bei schnellerem Tempo dann meist schwerfiel. „Das Tempo halte ich nicht bis zum Schluss durch“ war von Marion schon ganz zu Anfang zu hören. Natürlich hat sie locker durchgehalten obwohl sie dauernd nicht mehr konnte. Mila und Beate hatten keine sichtbaren Schwächen und schienen den Lauf als gemütlichen anzusehen. Jutta hat als „Tempomacherin“ oft ihre übermütigen Pferdchen zurückrufen müssen. Auch Renate ließ sich von den Schnelleren wenig beeindrucken: „Wenn wir so weiterlaufen, schaffe ich es nicht ins Ziel“. Letztendlich sind wir alle Hand in Hand und happy in ca. 1:28:00 ins Ziel gelaufen.“

Tja, und nach geleisteter Arbeit folgte natürlich die wohlverdiente Belohnung.

Nach dem Zieleinlauf gab´s alkoholfreies Apfelbier für alle und nach dem ersten Durchatmen versammelten sich alle RTBler um Udos Auto. Wie jedes Jahr, steuerten sämtliche Mitläufer viele Leckereien bei und so konnten wir alle bei unserem traditionellen Riesen-Picknick den Abend Revue passieren lassen und wir waren uns selbstverständlich einig, dass wir im nächsten Jahr wieder an diesem tollen Lauf teilnehmen werden- was wohl sonst?!

Hier noch einmal die Ergebnisse:

RTB Herren 1 in 1:13:57 mit

Klaus Lipus, Uta Niedrig, Norbert Gast, Peter Gerber und Michael Kuhl

RTB Herren 2 in 1:27:17

Udo Bergemann, Udo Stollwerk, Axel Schacht, Daniel Kuhl und Stephan Neuhann

RTB Damen 1 in 1:28:00 mit

Renate Pelzer, Jutta Wichmann, Beate König, Mila Siebert und Marion Flach

RTB Damen 2 in 1:44:32 mit

Ricarda Marcus, Doris Hermann, Rolf Zeisel, Michaela Gast und Julia Noweski

Julia Noweski, Mai 2011