Nachlese von der RTB Marathonteamwanderung 2009

von Udo Stollwerk

24.08.2009

Samstagmorgen 9:30 Uhr war Treffpunkt in Heringhausem am Diemelsee.

Überpünktlich (wie konnte es auch anders sein) trafen die Paare Bioly, Brand und Röhrig ein, danach erschienen in kurzen Abständen Peter Gerber mit Michael Koch, Renate Pelzer, Heike Krone und meiner Person. Aus20Bonn das Ehepaar Körschgen und zur Überraschung mancher das Ehepaar Volkmer die in ihrem Wagen zur allgemeinen Freude Ingo und Mila Siebert dabei hatten. Ursprünglich hatten die Sieberts abgesagt, da der Ingo zu sehr in seiner Arbeit eingebunden war und Mila immer noch unter ihrer Fussverletzung litt. Letzendlich fanden sie einen Kompromiss, Ingo parkte auf der halben Strecke in Korbach seinen Wagen und so konnten die Beiden noch den Samstag mit uns verbringen.

Nach allgemeiner Begrüssung ging es dann um 10 Uhr auf die Wanderstrecke, den Diemelsteig. Der Diemelsteig ist hervorragend beschildert und mit jedem Kilometer ausgezeichnet. Aber bereits nach 1,5 km kam mein obligatorisches Verlaufen oder besser gesagt Verwandern, es sollte auch das einzige Mal sein. Die aufmerksame Heike führte uns dann doch auf den richtigen Weg. Nun kam ein Anstieg von einem Kilometer auf den schönsten und vermeintlich höchsten Punkt der Strecke der Muffertsklippe. Dieser fantastische Ausblick auf den Diemelsee diente bereits als Kulisse für diverse Filmaufnahmen. Nach kurzer Knipspause ging es wieder bergab und von nun an verlief der Weg in ein leicht zu gehendes Auf und Ab. Bei herrlichem und idealem Wanderwetter , dass uns das ganze Wochenende begleiten sollte, ging es durch eine wunderschöne, leicht bergige Landschaft vorbei an grossen Weiden, Feldern und Wiesen mit herrlichen Baumgruppen. Hier und da spendete ein Waldst ück kühlen Schatten. Bei Kilometer 7 erreichten wir eine Schützhütte, bei der wir uns zu einer längeren Pause niederliessen. Um 12:20 Uhr nahmen wir die nächsten 2,5 km in Angriff, wo wir pünktlich um 13 Uhr an der Grube Christiane von unserem bestellten Führer Herr Kalbfuss schon erwartet wurden. In diesem Gebiet wurde bereits vor über 800 Jahren mit dem Bergbau begonnen und Herr Kalbfuss erzählte uns von der Geschichte und wie Beschwerlich das Abbauen des Erzes war. Wir bekamen gelbe Oeljacken und einen Helm verpasst, der uns bei Kopfstössen an der Stollendecke dienlich war. 1963 wurde dort der Abbau zum letzten Mal eingestellt und man fing 1984 damit an ein Besucherbergwerk einzurichten.

Nachdem wir uns fast 2 Stunden bei 9 Grad unter Tage befanden , war man froh wieder ans Tageslicht bei angenehmer Wärme zu kommen. Wir mussten jetzt noch 5,5 km wandern, um dann wiedermal pünktlich um 17 Uhr in Wirminghausen an unserem bestellten Bus anzukommen.Es gibt keine Möglichkeit für eine grösserer Wandergruppe an dem Diemelsteig eine Unterkunft zu bekommen, sodass uns die Bussfahrerin in die wunderschöne historische Kreisstadt Korbach fuhr. Wir stiegen in das Hotel Goldfliar am Rathaus ab. Ein super Hotel, dass sich nicht nur durch seinen tollen Service hervortat, sondern seine Eigenart bestand darin, dass einige Zimmer mit einem bestimmtem Thema ausgestattet waren. Ic h hatte noch 3 Themenzimmer bekommen können. Biolys´schliefen in einem traumhaften Märchenzimmer Froschkönig, die Renate in dem Märchenzimmer Goldmarie und die Körschgens hatten das James Bond Zimmer. Bei den Zimmern war das gesammte Inventar darauf abgestimmt, ausserdem mit passenden Sprüchen an den Wänden. Beim öffnen der Türe zum James Bond Zimmer ertönte die Musik von Goldfinger.

Um 18 Uhr ging unser Wandertag in die nächste Runde. Uns erwartete eine geführte Altstadtwanderung. Die Führerin Frau Grosche, eine echte Korbacherin, erzählte uns von der Geschichte der Stadt und führte uns durch die wunderschöne Altstadt mit ihren tollen Fachwerkhäusern, die überwiegend von der Stadt aufgekauft wurden und ganz fantastisch restauriert wurden. Die Häuser die grösstenteils unter Denkmalschutz stehen haben unterschiedliche Farben, so ergibt sich ein wundervolles buntes Bild an Fachwerkhäusern.

Um 20:15 Uhr nahmen wir dann das bereits vorbestellte Abendessen ein.

Nur gut das ich vorweisslich den um 22 Uhr bestellten Fackelzug zurückgenommen habe, da es unter Umständen gefährlich worden wäre. Unser lieber Freund Rolf Brand hatte nämlich den ganzen Abend davon gesprochen nach dem F ackelzug zu Brandschatzen und zu Plündern. Das wollte ich dann doch vermeiden.

Am anderen Morgen mussten wir uns dann von den Sieberts verabschieden, nahmen für unsere weitere Wanderung die Lunchpakete in empfang und fuhren dann wieder mit dem Bus nach Deisfeld an den Diemelsteig. Heute lag dann noch eine Strecke von ca. 17 km vor uns. Nach 2 Stunden nahmen wir einen Abstecher zu dem Dommelturm. Es war für heute der anstrengenste Teil des Tages. Ein gerader steiler Anstieg auf den Dommelberg mit dem Dommelturm (760 m NN) auf dem man dann eine herrliche Aussicht über das Sauerland geniessen konnte.

Nun machten wir eine längere Pause, packten unsere Lunchpakete aus, und der Ein- oder Andere hielt ein kurzes Mittagsschläfchen. Gestärkt und ausgeruht begingen wir überwiegend bergab und eben die letzten Kilometer bis zu unserem Ausgangspunkt Heringhausen. Eine Stunde vor unserer angemeldeten Kaffeepause kamen wir bereits am Diemelsee an. Die Zeit nutzten die Körschgens, Hans-Peter und die Heike um die Feuchtigkeit des Diemelsees zu testen (100 %). Wir trafen uns dann zum gemeinsamen Kaffeetrinken und schlossen sodann ein wunderbares Wanderwochenende ab. Wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen das im Jahre 2010 zu wiederholen.


Wermelskirchen im August 2009
Udo