Silvesterlauf „mal anders“ oder Silvesterlauf „extrem“

13.01.2010

Nachdem wir an unserem diesjährigen Silvesterlauf (wir waren in Russland, mitten im Ural, um den Jahreswechsel mit unserer russischen Verwandtschaft feiern zu können), nicht teilnehmen konnten, war die Wehmut am Silvestertag so groß, dass ich die Füße nicht länger stillhalten konnte.

Nachdem ich mich mit vorangegangen Läufen bei etwa -15°C bereits ein wenig akklimatisieren konnte, wurde es am Silvestermorgen mit etwa -20°C bis -25°C recht kalt (für unsere Verhältnisse).

Um 16.15h Ortszeit (12.15h RS-Zeit) konnte mich nichts mehr halten, zumal ich sonst bei Dunkelheit hätte laufen müssen.

Unsere Silvesterfeier hatten wir im 15km entfernten Ort „Barda“ organisiert, was lag also näher, als die Strecke von „Bitschurino“ nach „Barda“ läuferisch zu bewältigen?!

Die Strecke ist die einzige Verbindungsstraße zwischen diesen beiden Orten (im Sommer Schotterpiste) ansonsten gibt es dort nur Wald, Wiesen und Einöde………..eine herrliche Laufgegend mit bergiger Topografie, die ich aus meinen Sommerläufen bereits kannte.

Nachdem ich also los gelaufen war, traf ich, noch in Bitschurino, Milas Cousin, der sich schmunzelnd nach meinem Befinden erkundigte. Nach wenigen Worten ging es weiter. Während des gesamten Laufes machte mir der starke Gegenwind, welcher die Eisbildung in meinem Gesicht in ganz erheblichem Maße beschleunigte, doch ganz schön zu schaffen. Die Fahrer der wenigen Fahrzeuge, die an mir vorbei fuhren oder mir entgegen kamen, blickten nur verständnislos und kopfschüttelnd durch die Fensterscheiben, als wollten Sie sagen „....guckt Euch den Idioten an...“

Nach 1h:17min mit starkem Wind, Schneetreiben und hohem Schnee war es dann geschafft. Teilweise verschwitzt, teilweise durchgefroren, kam ich in unserer Bleibe an und es ging erst einmal in die Banja (russische Sauna).

Die dann folgende Silvesterfeier war sehr schön, stimmungsvoll und endete schließlich gegen 05.00h Morgens.

Auch wenn kein Silvesterlauf mit unserer RTB-Veranstaltung konkurrieren kann, dieser Lauf war ein echter Kick und wir mir noch lange im Gedächtnis bleiben.

Eine echte Vorbereitung für den Sibirien-Marathon …………………wer weiß ???????

Wir wünschen allen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2010

Mila und Ingo Siebert