Der RTB und Freunde bei Rund um Wuppertal 2009

Verteidigung des 3. Platzes knapp gescheitert

19.08.2009

Hallo Freunde des Marathonteams und Rund um Wuppertal Läufer.

Meine Nachlese vom RuW 2009.

Wie in jedem Jahr ist es ein Stück zwischen Wünschen, Hoffen und Bangen mindestens zwei, oder wünschenswerter Weise drei Mannschaften melden zu können. In diesem Jahr war es anfangs schon schwierig nur eine Männermannschaft aufzustellen. Im Vorfeld kamen schon viele Absagen die Urlaub und Feierlichkeiten als Grund angaben. Da sich doch einige Damen meldeten, musste noch eine Mixedmannschaft her. Dafür brauchte ich mindestens 5 Frauen und noch 5 Männer. Die Männermannschaft sollte natürlich aus einer starken Truppe bestehen. Es haben sich schon früh die etablierten Läufer Ingo für die 7 + 8, und Gerhard für die 9 + 10 angeboten, die gleich zwei Etappen laufen wollten. Peter, wie die Jahre zuvor die Strecke 1, unser „Doc“ Hans-Peter die ihm gewohnte und vertraute 3, für die 2 gab wie im Vorjahr der Michael Kleeb seine Zusage und die 6 war wieder dem Heiko Noss vorbehalten, der sich z. Zt. in einer guten Form befindet. Für die 4 + 5 gab mir spontan der Arnd wiedermal seine Zusage. Die Männermannschaft stand somit feste, jeder kannte seine Strecke, die Verteidigung des 3. Platzes vom Vorjahr konnte beginnen. Aber es geht nie ohne Überraschungen aus.
Zwei Wochen vor dem Start rief mich der Heiko an, und fragte mich wann sein Lauf wäre, er müsste um halb elf zu Hause sein. Ich sagte ihm, dass wäre nicht möglich, er müsste dann mit dem Michael Kleeb die Strecke tauschen, dann wäre es um 10 Uhr durch. Es war für beide Beteiligten in Ordung, nur waren für Beide die Strecken unbekannt. Ich lief also in Begleitung der Heike zehn Tage vorher mit dem Heiko die Strecke 2 ab und nur zwei Tage vorher mit dem Michael die Strecke 6 und hoffte auf sein gutes Erinnerungsvermögen. Die Männermannschaft hatte nun ihre entgültige Aufstellung und es sollte da auch keine Ausfälle geben.
Peter war zu bedauern, musste er als Startläufer sich mit nur 4 schnelle Konkurenten herrum-schlagen. Aber es wäre nicht unser Peter, wenn er nicht mindestens einen Läufer hinter sich lassen würde. Peter lief pB und kam mit 1:11 Std. als 4. zum Wechselpunkt. (Die eine Woche Urlaub mit seinem Schatzi auf Usedom - statt Marathon in Monschau – hat ihm wohl richtig gut getan. Heiko lief eine starke 2. Etappe und war schon um 9 Uhr 49 Min. im Ziel, sodass seinem Brunch nichts mehr im Wege stand.
Hans Peter lief schon Minuten vorher nervös die letzten 100 m der 2. E. auf und ab und wusste erst gar nicht wen er ablösen sollte. Als es dann aber soweit war rannte Peter in 37 Min. zum Sudberg rauf. Toll.
Nun zogen wir unser As, unseren Vorzeigeathleten seit mehr als 20 Jahren. Arnd Bader, ein überaus sympatischer Junge, der in früheren Zeiten auch ein RTB Mitglied war. Er zeigte wiedermal seine ganze Klasse. Arnd benötigte für die Strecke 4+5 gerademal 1:34 Std. Er ist immeer noch ein Ausnahmeläufer und wenn er’s zeitlich schafft immer für den RTB zur Stelle.
Nun kam Michael. Sein Erinnerungsvermögen sollte ihn im Stich lassen. Viermal verlaufen und dennoch nur 4 Min. über der von mir angegebener Zeit. Alle Achtung. Was wäre er gelaufen, wenn sein Eri......( ihr wisst schon ) ihm nicht im Stich gelassen hätte.
Ingo war pünktlich zur Ablösung erschienen und rannte gleich los, als wenn es ihm um die deutsche Meisterschaft ging. Ingo hielt sich genau an meine Vorgaben von 36 bzw. 56 Min. Super Ingo.
Gerhard ist dann auf die Minute genau zu der Zeit gestartet, wie sie laut Liste vorgegeben war. Er rannte in einem Höllentempo los und musste dann auf der Strecke 10 dem heissen Wetter Tribut zollen. Gerhard konnte zwischendurch kein Wasser aufnehmen, da hat dann mittlerweile meine geistige Fitness versagt. Das muss im nächsten Jahr besser werden. Sorry Gerhard. Gerhard brachte unsere Männermannschaft mit seinem tollen Finish mit 3 Minuten Vorsprung auf den 4. Platz.

Wer noch Lust hat zu lesen, dann kommen wir nun zu unserer Mixedmannschaft. Das war schon im Vorfeld eine sehr abenteuerliche Sache. Fünf Frauen mussten her. Es meldeten sich die Renate, Heike Lamerz, Ricarda und die Uta. Da meine Heike arbeiten musste, stand sie weder als Läufer noch als Begleitperson zur Verfügung. Mila musste absagen wegen eines Bänderrisses im Fussgelenk. Da ich nach längerem Suchen keine fünfte Frau finden konnte, sagte mir die Mila doch noch zu. Im Sinne der Mannschaft würde sie es versuchen, könnte allerdings keine gute Zeit laufen. Die weibliche Hälfte war also komplett. Nun zu den fünf Männern. Norman Bulfield und Markus Böhm hatten mir gleich zugesagt. Auf dem Zettel von der Teamsitzung im Januar stand der Name Frank mit Fragezeichen. Ich rief den Frank an, der überlegte kurz und sagte dann zu. In unserem Zermatturlaub (s. Bericht RTB ) lernten wir den Winni (Winfried) Kirchhoff, einen sehr sympatischen und zudem auch noch schnellen Bergläufer kennen. Ich hatte ihn schon länger für die Strecke 10 im Kopf und nach meinem Anruf sagte er dann voller Begeisterung zu. Nun musste ich mit den Protagonisten die Strecken ablaufen. Bis auf Uta, Ricarda, Heike Lamerz, Markus und Stephan kannte keiner die Etappen. Renate wollte wie Heike die 6 laufen, dass ging natürlich nicht. Renate setzte ich auf die 2. Die 4 gab ich dem Norman (Heimatnähe). Für die 7 hatte ich den Stephan eingeplant. Die 8 wie in den Jahren zuvor die Mila. Soweit , sogut. Zwei Wochen vor dem Start sagte mir der Stephan wegen seiner Wadenprobleme ab. Nach kleineren Probeläufen meinte er 3 Tage später, es geht doch. Ich konnte aufatmen. Noch eine Woche. Ich bekam eine Mail vom Markus. Wir sind aus dem Urlaub gekommen und da habe ich mir den kleinen Zeh gebrochen, mein Einsatz ist unmöglich. Nur noch 4 Tage. Anrufbeantworten: Hier ist Stephan, es geht leider doch nicht, nach 10 Min. schmerzt die Wade, ich muss definitiv absagen. Ich telefonierte rund. Wer war schon mal die 5 oder 7 gelaufen. Marion schon Wochen vorher abgesagt, Klaus und Daniel Lipus – Urlaub. Christian Dilk hatte ich erreicht hatte aber bereits den Sonntag anderweitig verplant. Meine alten RTB Freunde vom LTV . Ich rief den Michael Scholz an, der sich immer angeboten hat mir zu helfen, musste auch leider absagen (Dauerkarte Bor. Mönchengladbach) Dann kam ich auf Dieter Kopp. Nach kurzem Zögern sagte er mir zu. Samstag 13 Uhr. Anruf von unserem Zermattfreund aus Radevormwald: Hallo Udo, hier ist Winni, es tut mir schrecklich Leid und habe mich so darauf gefreut, aber seit 3 Tagen nehme ich nur noch Aspirin und muss leider absagen. Ich wünsche dir alles Gute in der Hoffnung, dass du noch einen Ersatz für mich findest. Lieber Winni, ich hoffe es geht dir wieder besser und du kannst dir sicher sein, deine Telefonnummer ist bei mir gespeichert. Nach mehreren Telefonaten stand auch da kein anderer zur Verfügung. Ich musste also die 5 und die 10 laufen.
Die Uta als Startläuferin hatte im Gegensatz zum Peter 21 Mitstreiter. Mit der Zeit traten bei der Uta wieder Archillessehnen Probleme auf , dass sie nur unter Schmerzen in 1:20 Std. das Ziel erreichte. Das nenne ich Mannschaftsgeist. Gute Besserung Uta und fang nicht zu früh wieder an.
Renate machte auf ihrer neuen Strecke mit zwei langen Bergen ihre Sache in der Zeit von 51:30 Min. hervorragend.
Ricarda auf ihrer vertrauten Etappe 3 eine Zeit von 43:47 . Super Ricarda. Ricarda meinte sie hätte 2 Minuten schneller sein können. Sie hat sich das zu langsam eingeteilt und war dann ganz überrascht, dass es schon zu Ende war. Ricarda auch wir werden älter.
Dann kam Norman zu seinem ersten Einsatz. Norman kannte die Strecke mittlerweile, ist sie vorher mehrmals abgelaufen. Man sollte sich nie zu sicher sein. Da man ja nicht für sich selber sondern für die Mannschaft läuft, möchte man ja nicht enttäuschen und aus lauter Nervösität verläuft man sich dann doch noch. Norman mach dir nichts daraus, dass sind Fehler, die macht man nur einmal. Beim nächsten Mal wird’s besser.
Nach etwas längerem Warten kam mein erster Einsatz. In teilweiser Begleitung von Markus auf dem Fahrrad versuchte ich mich etwas zurückzunehmen und nahm den steilen Berg nach Vohwinkel in Zermattmanier im Schritt.
Die Heike Lamerz nahm dann von mir den Stab entgegen und lief genau die vorgegebene Zeit von 1:05 Std. Glückwunsch Heike.
Nun kam unsere freundschaftliche Hilfe, Dieter Kopp. Er machte noch mal Zeit gut und brauchte für die 7 nur 40 Min. Dieter du bist eben unser Altmeister.
Jetzt kam unsere fusskranke Mila zum Einsatz. Ich glaube man muss schon die harte Schule einer Russin durchgemacht haben um so stark zu sein und sich so quälen zu können. Ich habe schon einmal vor 2 Jahren geschrieben: Mila das machst du nicht nocheinmal. Nachdem sie im Ziel vor lauter Flüssigkeitsverlust zusammengebrochen ist. Trotzdem gilt ihr mein großer Dank, denn sie hat damit die Mannschaft gerettet.
Frank Wortmann ist ein ganzer Kerl und voller Verlass. Mit traurigem Gesicht teilte er mir mit, dass er 2 Karten für das Fussballspiel in Mönchengladbach hat und das nun leider sausen lassen musste. Aber er hatte mir nun mal versprochen zu laufen, und so hält er es auch. Das ist ganz grosser Sport. Toll Frank.
Nun war es mir vorbehalten die Mannschaft ins Ziel zu bringen. Mit schweren Beinen und einigen Geheinlagen habe ich es dann doch geschafft und nach 1:20 Std. bin ich dann Hand in Hand mit der Tine von Delphi Draka in einer Gesamtzeit von 10:39:35 über die Ziellinie gelaufen. Wir waren mit unserem Team nur 9. von 10 Mixedmannschaften, aber es war ein schöner Tag mit viel Abwechslung und ich wünsche mir für das nächste Jahr möglichst 3 Mannschaften und etwas weniger Stress im Vorfeld.
Noch ein paar Worte zu den Begleitern. Siggi und Ricarda waren immer zur Stelle, haben die Zeiten festgehalten, die Päckchen verteilt und auch Fahrzeuge vorgefahren, haben also auch für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Ich hatte das Glück meinen Sohn an meiner Seite zu haben, für den es nicht immer spannend war, der aber auch seine Sache sehr gut erledigt hat. Ich danke nochmals allen Beteiligten und freue mich jetzt schon auf RuW 2010.

Wermelskirchen im August 2009
Udo