Nachlese 24h-Lauf: Klarer Sieg für die RTB Mannschaft

Immer um die Kirche, immer wieder schön

21.06.2009

Die Tat ist vollbracht, oder die Schlacht ist geschlagen.

So oder so ähnlich könnte man den unerwarteten und in der Überlegenheit der Punktzahl überraschenden Sieg überschreiben.

Für mich war es der schönste sportliche Erfolg, und dass mit einer Mannschaft. Diese Siege habe ich sowieso am liebsten.

Dabei fing das gar nicht so gut an. Die Vorbereitung kam im nachhinein zu spät. Obwohl auf der Teamsitzung im Januar schon darauf hingewiesen wurde, kamen die Anmeldungen doch sehr schleppend.

Gleich nach dem Citylauf fing ich mit der Werbung an und hatte gerade mal 20 Läufer, da waren nur noch 2 Wochen Zeit. Dann meldete sich Stephan Schürmann und die Petra Sieh und meldeten mir vom RTB 31 Läufer, davon 25 Kids im Alter von 6-12 Jahren. Die machten den Samstag und den Sonntagmorgen voll, aber in der Nacht fehlte es noch gewaltig. Die Heike riet mir schon von abmelden, wir könnten dann auf unsere Einladung zurückkommen, einer Geburtstagsfeier von 2x50 Jahre aus dem Kölner Chor und ich hätte dann einen stressfreien Sonntag. Ich hatte dann aber gesagt, dass wir das jetzt durchziehen und das wir das schon irgendwie hinkriegen. Gott sei Dank sollte ich Recht behalten.

Zur Chronologie.

Nachdem wir unseren RTB Pavillon aufgebaut hatten und dann zur Teambesprechung mussten fiel pünktlich um 14 Uhr der Startschuss.

Unser ehemaliges Mitglied Oliver wollte es sich nicht nehmen lassen als Startläufer neben Sascha Velten zu fungieren. Oliver hat dann weiter uns als Läufer und Punkteschreiber die meiste Zeit unterstützt. Desweiteren liefen dann im Wechsel Ricarda, Beate, Rosi und Heiko. Wobei die Frauen uns soviel Punkte einbrachten, (Rosi 210) das wir nach 2 Stunden gleich an der 1. Stelle standen.

Bis 22 Uhr kamen dann die Läufer von Stephan Schürmann und Petra Sieh mit ihren Kids.Die Kinder Karla, Nicka, Leo, Philipp, Alina, Kim-Lea, Evi, Erik, Matthias, Hannes, Timo, Lukas, Patrick, Pascal, Phillip, Doron, Amit, Nico, Mirko, Marian und Nele unsere Jüngste mit 6 Jahren, mit ihren Eltern Torsten, Nicki, Tanja, Lutz und Petra. Zwischenzeitlich rutschten wir auf den 5. Platz ab, und waren dann um 22 Uhr wieder an 3. Stelle. Für mich war klar, der 3. Platz wäre eine Wiederholung vom letzten Mal und das wäre ok.

Doch dann stachen unsere „reiferen Frauen“(Ausdruck vom Arnd Bader) zu und hoben uns gegen Mitternacht auf den 1. Platz. Dies waren Marion und unsere 170 Punkte Heike (die wohl mit 22 Runden am meisten unterwegs war), es folgten dann weiter die Britta, Doris und Ingeburg. Zufällig als Zuschauer kam am Abend unser ehemaliges Mitglied die Renate vorbei und unterstützte uns ebenfalls mit mehreren Runden in der Nacht. Die dunkelste Zeit wurde von unseren schnellsten Jungs überbrückt. Peter, Gerhard, Friedhelm, Ingo, Stephan und Klaus liefen teilweise mehr als 4 Stunden. In den Morgenstunden gesellten sich dann noch Markus B, Norbert und Michael Kleeb. Unterstützt wurden wir immer wieder von Oliver, der noch einen Freund aus Wuppertal, den Pierre – lief für uns mit 2:20 Min. die schnellsten Runden – mitbrachte. Ebenfalls als Gastläufer hatten wir den Christian Mähler dabei. Stunde über Stunde bauten wir dann den Vorsprung aus, der um 12 Uhr auf über 2070 Pkt. anwuchs.

Um 10 Uhr kamen die Hessenbruchs und Andreas Picard mit Cedric, Tobias, dem Florian und der Christin. Ab 12 Uhr durfte eigentlich nur noch gefeiert werden, da liessen es sich auch Walter und Petra sowie Herbert nicht nehmen die ein- oder andere Runden zu laufen.

Von unserem Marathonteam waren auch 2 ältere Kinder , die Katarina und Maxi am Start, die durch ihre Läufe für einige Verschnaufpausen sorgten.

Ich hoffe ich habe jetzt keinen vergessen. Natürlich bin auch ich einige Runden gelaufen.

Erwähnen möchte ich noch die vielen Helfer, die für uns über mehrere Stunden fleissig Runden aufgeschrieben haben. Als erstes unser oberster RTBler Dieter Noss, des weiteren Walter Sieh, unsere Uta, trotz Archillessehnenentzündung, Anne Neuhann und aus lauter Begeisterung kam gleich zweimal Heikes Mutter, Helga Krone vorbei, die sich von der Euphorie anstecken lies und fleissig Runden schrieb.

Das Ende war Filmreif – Hollywood hätte es nicht besser schreiben können.-

Für mich war es der reinste Triumphlauf. Heike und ich liefen die letzte Runde, und zwar so, dass wir am Ende keinen mehr abschlagen mussten. 100 Meter vor dem Ziel hörten wir den Veranstalter runterzählen und mussten uns dann noch beeilen, kamen so Punkt 14 Uhr umjubelt am Ziel an. Wir nahmen den Rest der RTBLäufer mit auf die Ehrenrunde und nahmen kurz vor dem Ziel den König des 24 Stundenlaufes Thomas Hildebrand auf und brachten ihn gemeinsam ins Ziel. Thomas konnte sich vor anschliessenden Glückwünschen kaum retten.

Neben Thomas war ich an diesem Tag sicher einer der glücklichsten Menschen und konnte diesen Erfolg noch lange nicht fassen.

Nun freue ich mich auf den 16. 24 Stundenlauf, dann mit einer längeren Vorbereitung, mindestens genauso viel Spass und vielleicht noch ein paar Punkte mehr..

Man sollte nicht vergessen, im Vordergrund steht die gute Sache. Wer die Festschrift gelesen hat, der weiss was ich meine.


Nochmals Dank an alle Läufer und Helfer


Gruß aus Wermelskirchen

Udo