Osterlammverdauungslauf

oder war´s doch die Weihnachtsgans??

24.03.2008

Also, eigentlich hatte damit wirklich Niemand mehr gerechnet und dieses Jahr trug der Osterhase einen roten Mantel und eine rote Zipfelmütze und schien seine Geschenke in einem Jutesack transportiert zu haben.

Nachdem uns Petrus bereits im Februar einen, zugegeben verfrühten, Frühling beschert hatte, hatten die Meisten von uns die Thermolaufhose, Mütze und Handschuhe schon wieder im Keller verstaut.

Als wir (Matthias, Michael, Markus, Gerd, Birgit Henke und meine Wenigkeit) uns am Ostermontag um 9 Uhr im Clemenshammer zu einem ruhigen Dauerlauf verabredet hatten und den plötzlichen Wintereinbruch hautnah erlebten, wussten wir, dass wir sämtliche Winterutensilien brauchen würden.

Fünf mutige Kämpfer, teils mit Spikes (Michael) ausgerüstet, teils in kurzer Hose (drei Mal dürft Ihr raten, wer das war....), warteten auf die Ankunft des Häuptlings.

Als dieser endlich eintraf, konnte es kurze Zeit später losgehen.

Die Reise führte uns in Richtung Käshammer und weil Matthias nicht so recht wusste, wohin er uns führen sollte, übergab er kurzerhand die Leitung an Michael.

Eine Viertelstunde später und gefühlte 8000m höher fanden wir uns schließlich am Sanatorium in Ronsdorf wieder.

Während des ganzen Laufes spekulierten wir, ob „Rund um Köln“ nun stattfinden oder ausfallen würde und kamen zu dem Schluss, dass man als Läufer viel flexibler auf Wetterumschwünge reagieren könne als Radfahrer.

Man konnte ja geteilter Meinung sein über den heftigen Schneefall, aber in einem Punkt waren wir uns einig: Das Landschaftsbild war wunderschön und die Bäume sahen aus, als hätte man sie mit Puderzucker bestreut.

Von Ronsdorf aus ging es zurück ins historische Gelpetal, vorbei an Bergisch Nizza (ja, das gibt´s wirklich!) bis ins Zillertal.

Nach kurzer Debatte, ob wir den Aufstieg zur Ronsdorfer Talsperre lieber „kurz und schmerzhaft, mit Gehpause“ (Reaktion von M. B. aus RS: „Was??? Wir sind doch keine Walker!“) oder lieber mit Umweg hinter uns bringen wollten, entschieden wir uns für Letzteres und liefen ein Stück des Röntgenweges bis hoch zur Talsperre.

Diese umrundeten wir ein Mal und begaben uns anschließend in Richtung Zur Grüne.

Von dort aus liefen wir zum Spelsberg, dann runter zum Grund (wo ich mich heldenhaft vor einen Hund in Katzengröße schmiss, um Gerd vor diesem Untier zu beschützen) und schließlich den Grunder Höhenweg zurück zum Clemenshammer.

Erschöpft, aber sehr zufrieden kamen wir nach ziemlich genau 135 Minuten wieder an unseren Autos an.

Der Winter kann ja doch schön sein!



Bis zum nächsten Mal!


Julia

( „Bleibe niemals stehen, es könnte dein letzter Schritt gewesen sein!“ )