Die Landschaft war toll, aber

so schön die Blicke waren, einen Marathon zu laufen, ist alles andere als romantisch

27.07.2008

Am 25. Juli 2008 (einem Freitag) machten sich um 17 Uhr Oliver Witzke, Graziela Schmitz (als Begleitung) und ich auf zur Teilnahme am 8. Königsschlösser-Romantikmarathon, der am 27. Juli in Füssen gestartet werden sollte. Für Unterkunft vor Ort war bestens gesorgt - wir konnten uns in der Ferienwohnung von Uta und Hardy Niedrig einquartieren, die dort bereits seit 2 Wochen ihren Urlaub verbrachten.

Samstag: Die Bergwanderung auf den Tegelberg mit einem Höhenunterschied von ca. 1200 Metern sahen wir als gelungene Trainingseinheit an; zumindest hatten wir uns damit die Teilnahme an der obligatorischen und im Preis inbegriffenen Pastaparty verdient.

Sonntag: Pünktlich um 7.30 Uhr standen Uta, Oli, und ich an der Startlinie und der Lauf konnte beginnen. Die Temperatur war ok, nur die Luftfeuchtigkeit machte uns zu schaffen. Der Lauf führte an mehreren Seen vorbei, von denen wir manche auch umrundeten. Immer wieder hatten wir dabei einen wunderschönen Blick auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Landschaftlich war der Lauf zwar äußerst reizvoll, nur die uns selbst gestellten Ziele erreichten wir nicht. Oli war als Pacemaker für 3:45 Std. an den Start gegangen, musste aber bei Kilometer 31 wegen Sehschwierigkeiten seinen „Job“ aufgeben und konnte nur „normal“ weiterlaufen. Ich war als läuferische Begleitung von Uta angetreten, doch Uta bekam nach der Halbmarathonmarke Blasen an den Füßen und Wadenkrämpfe. Trotz der unglücklichen Umstände liefen Uta und Oli bis zum Ende und kamen doch noch unter 4 Std. ins Ziel. Nachdem Uta mich irgendwann auf „AlleineLauf“ geschickt hatte, beendete ich selbst den Lauf nun ohne Begleitung in 3 Std. 34 Min. Wir waren alle drei froh, als wir im Ziel waren.

Rückblickend war es ein landschaftlich sehr reizvoller Lauf mit wenigen Steigungen. Allerdings ließ die Organisation hier und da einige Wünsche offen: Zu überquerende Straßen waren nicht immer abgesichert, Streckenposten waren bei Weggabelungen nicht unbedingt vorhanden und der Moderator im Zielbereich war furchtbar ätzend. So ging der Königsschlösser-Romantikmarathon mit Rekordbeteiligung, aber mit organisatorischen und persönlichen Pannen zu Ende.

Montag ging’s dann gemütlich zurück. Beim RTB-Lauftreff konnten wir schon persönlich über unsere Eindrücke berichten.

Gerhard Flach