Während wir hier froren, gab es beim Lanzarote-Marathon bestes Wetter.

Peter Gerber war dabei

29.11.2008

Am 29. Nov. 2008 startete ich bei strahlendem Sonnenschein (ca.18Grad) und Wind beim 19. LANZAROTE MARATHON in Arrecife. Soviel Jubel und Trubel durch die zahlreichen Zuschauer auf den Tribünen im Start- und Zielbereich herrschte, so tot und menschenleer war der Rest des überwiegend flachen vier Runden Kurses, welcher vorbei am Hafen, fast ausschliesslich am Wasser entlang führte. Vereinzelte Spaziergänger schauten eher gelangweilt als interessiert den zahlreichen Läuferinnen und Läufern zu.

Den leichten Frust über die weitgehend menschenleere Strecke machten die sehr eifrigen Helfer an den zahlreichen Verpflegungsständen, sowie die Streckenposten etwas wett. Die trugen einen die Becher und Bananenstücke wirklich auch dann noch hinterher, wenn man schon dankend abgelehnt hatte. Ich habe nur darauf gewartet, dass die mich zu zweit festgehalten und zwangsernährt hätten. Ausserdem feuerten sie einen immer wieder an, stellenweise sogar in den jeweiligen Landessprachen. Ausser Wasser gab es dort Cola, Powerriegel und natürlich Bananen, welche in mundgerechten Happen serviert wurden.

Vom Lauf selbst gibt es nicht viel zu berichten: Langsam, vorsichtig gestartet, wegen konditioneller Probleme garnicht erst versucht, Bestzeit zu laufen, am Ende beschleunigt. Nach dem Zieleinlauf von einem Offiziellen per Handschlag begrüsst und beglückwünscht worden. Das fand ich, im nachhinein betrachtet, wirklich eine nette Idee. Nur war ich im Moment so fertig, dass ich auf seine in Englisch gesprochenen Worte ( ......Give me your hand.....I want to shake your hand.......congratulation......you make a good race......where do you come from? usw, usw) nur nuschelnderweise entgegnet habe: I come from Germany) Na ja, ein Plappermaul war ich eben noch nie.

Für die 30,-- Euro Startgeld gab es dann eine wirklich hübsche, dreieckige Medaille, sowie ein 100% BW-Finishershirt.

Ach ja, die Zielverpflegung gab es auch noch: Sie bestand aus Orangen, Äpfeln, Bananen, Eiscreme(!), Cola und Wasser. Die vor dem Start gesichteten belegten Brötchen, welche mir, nur beim daran denken, bei KM 35 nochmal Beine gemacht hatten, waren leider verschwunden. Die hatten die 1/4 und 1/2-Marathonis, sowie alle anderen Finisher schon aufgefuttert.(Ich hasse euch!) Schade, denn mit Obst nach einem Marathon bin ich nicht zufrieden. Ich habe mir dann an einem Stand ausserhalb des Zieleinlaufes einen Hot Dog mit Ketchup, Senf und Majo zur Belohnung geleistet. Dieser war zwar ganz sicher nicht so gesund wie das angebotene Obst, aber just in diesem Moment viiiiiiel leckerer!

Peter Gerber

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