WLS Duisburg und Rund um das Bayerkreuz

Hier 7 Grad, Regen, der reinste Wintermatsch, da 15 Grad, Sonnenschein, Frühling pur. Hier der zweite Lauf der Winterlaufserie in Duisburg, da der Lauf um das Bayerkreuz in Leverkusen.

03.03.2007 - 04.03.2007

Von Norbert Körschgen und Christian Thiel

Man mochte kaum glauben, daß zwischen diesen beiden Traditionsveranstaltungen keine 24 Stunden lagen. Aber wer ein wahrer Läufer ist, der läuft bei jedem Wetter!

Aber eins nach dem anderen:

Am Samstag stand in Duisburg der zweite Serienlauf an – Diesmal über 15 Kilometer. Gerhard und Ingo wollten an ihren starken Auftritt beim vier Wochen zurückliegenden ersten Lauf anknüpfen. Nur leider bremste Verletzungspech und eine starke Erkältung Ingo schlußendlich aus. Auch Marc Westermann mußte seinen Start auslassen. Davon läßt sich der RTB aber nicht ausbremsen; die Nimmermüden Oli und Christian sprangen als Ersatzingo respektive Ersatzmarc in die Bresche und zusammen bildeten sie ein starkes Trio. Leider lagen alle drei etwas zu weit auseinander, um, wie im ersten Lauf Ingo und Gerhard es taten, einander Unterstützung zu leisten und sich, wie es in Läuferkreisen heißt, „zu ziehen“.

Diese Unterstützung hätte an diesem Tag kein Läufer ausgeschlagen. Wie oben schon angedeutet: Es herrschte Mistwetter. Nur etwa die Hälfte der Duisburger Laufstrecke führt über versiegelte Böden, der Rest war am Samstag ein einziges Schlammloch. Dazu gesellte sich noch eine steife Briese, die gerade auf den letzten 2 Kilomtern Gedanken an die Qualen eines antiken Sisyphus aufkommen ließ.

Trotzdem: Die über zweieinhalb Tausend Teilnehmer schlugen sich wacker; die äußeren Bedingungen taten der Laune keinen Abbruch. So waren im Ziel auch alle RTB-Starter zufrieden mit ihrer erbrachten Leistung:

Christian, der am Vorwochende noch einen bösen Dämpfer bei der Winterlaufserie in Köln Porz einstecken mußte, meldete sich mit einem 22. Gesamtplatz und einer Zeit von 56:12 zurück und bewies seine starke Frühjahrsform. Gerhard kam mit persönlicher Bestzeit von 58:47 an und zementierte seinen 2. Platz in der Serienwertung M55. Oli, dessen Start überhaupt erst durch einen um eine Stunde vorgezogenen Feierabend ermöglicht wurde, blieb als Dritter mit 59:45 unter einer Stunde. Alles spricht für ein erfolgreiches dreifaches Knacken der Dreistundenmarke beim Marathon in Bonn am 24.April.

Aber nicht nur die drei Turbos waren zufrieden:
Udo Stollwerk benötigte 1:09:57, Udo Bergemann blieb mit 1:13:48 auch über dem „Fünfminutentempo“. Die beiden RTB-Starterinnen, Heike und Marion, waren mit ihren Zeiten von 1:19:36 bzw. 1:21:24 sehr zufrieden. Zu guter Letzt rundete Axel die RTB-Vorstellung ab; nach 1:22:59 waren alle RTB-Starter im Ziel und dürften sich an den im Zielraum ausgeschenkten warmen Getränken laben. Die Vorfreude auf die heiße Dusche im nahe gelegenen Regattazentrum ließ die Strapazen vergessen…

Und der Sonntag? Wie oben schon angedeutet, ein ganz anderes Bild:
Bei herrlichem Frühlingswetter standen bei "Rund um das Bayer-Kreuz" alle Läuferinnen und Läufer bestens gelaunt am Start. Auf dem Rundkurs in Leverkusen - wieder einmal professionell organisiert - kommen auch die Zuschauer immer auf ihre Kosten. Sie sahen im Lauf der Asse (bei dem echt die Post abging!) wie der spätere Sieger seine beiden Konkurrenten mit einem wahnsinnigen Zwischenspurt bei km 6 physisch und psychisch deklassierte. Das war schon toll …
Sie sahen auch, neben vielen anderen aus der Remscheider Läuferszene, Karl-Horst Röhrig in 43:57 und Norbert Körschgen in 40:35 durch's Ziel laufen.

Rundum ein erfolgreiches Wochenende für das RTB-Marathonteam. Der nächste Wettkampf, ein Halbmarathon auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Hattigen und Sprockhövel, findet am 18.03. statt. Wir sehen uns.