Marathon Düsseldorf

Ein Traum wurde wahr !!!

06.05.2007

Bei zunächst angenehmen Temperaturen und tollem Wetter startete ich nun endlich meinen 2.Versuch, um die magische 3-Stunden-Marke zu knacken.
Nachdem ich in Bonn nicht starten konnte, war ich natürlich entsprechend motiviert, mein Ding heute durchzuziehen.
Nachdem ich mich am Samstag nachgemeldet hatte — eine nette junge Dame hatte mich in den roten Block gesteckt (2:10 – 3:00h Bestzeiten) — konnte es am Sonntag losgehen

Mila und Gerhard Flach waren mit von der Partie und machen mir noch mal so richtig Mut, denn ich irgendwie spüre ich: Heute kann es klappen !!!

Nach dem Startschuss ist es eigentlich wie immer, du läufst und läufst und versuchst dein Tempo zu halten. Die ersten 25km laufe ich mit einem Gleichgesinnten der auch zwischen 4:10-4:15/km laufen will.

...unser Motto: der 3-Stunden-Zugläufer sieht uns nur von hinten !!!
Unsere HM-Durchgangszeit ist mit 1:28:00 Maßarbeit für eine 2:56:00 Endzeit.

Allerdings fangen die Beine ab km 25 schon an zu meckern, so dass sich mein „Laufkumpel auf Zeit“ nach km 26 zufallen lässt und verabschiedet.
Es wird wärmer, wir kommen jetzt an die 20°C heran (fast schon zu warm)

...wenn du allein bist, denkst du zu viel, also ran an die nächste Gruppe.

Mein Knie spüre ich nicht mehr, weil ich mir eine Riesenblase gelaufen habe.

Die Gruppe bleibt bis km 35 zusammen, dann zerreißt auch diese und wir laufen mit 4 Mann weiter. Ab km 37 war dann jeder auf sich allein gestellt.

Die Kräfte schwinden aber ich kann mir nun fast einen 5min-Schnitt leisten.

Bei km 40 dann die „Fatamorgana“...Olli Witzke (gebrochene Hüfte) steht mit Graziela an der Straße und winkt mit seinen Krücken...Gott sei Dank hat er mich nicht erschlagen.

Jetzt kommt km 40 und 41, der für mich schlimmste km.
Bei km 41 überhole ich eine der beiden Chinesinnen die bei mir mit Block standen.
Nur noch um die Kurve, dann an km 42 vorbei...die letzten 200m verbringe ich damit mit selbst zu bejubeln und die Zuschauer anzufeuern...diese danken es prompt mit lauten Beifall.
Mila und Gerhard stehen beide ca. 70m vor dem Ziel, nur sehe ich die beiden nicht..
...Herr Tunnelblick lässt grüssen !!!

Endlich im Ziel, es ist geschafft, der Traum wurde war in:

2:57:26 h

„Danke auf Russisch“
Спасибо Николаевич, спасибо Юра!
Этот успех был только с вашей помочью возможен

Auf dem Rückweg zum Auto treffen wir unseren Bundestrainer, mit dem ich mich noch ablichten lasse.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Marathonis für die Glückwünsche und die guten Wünsche für das Rennen selbst bedanken.
Besonderer Dank aber an Gerhard und meine Chefin !!!

Wir sind schon eine tolle Truppe und Hr. Löw kann stolz sein, dass er sich mit dem Marathonteam des RTB-Remscheid hat fotografieren lassen können.




Ingo Siebert
RTB Marathonteam