Christian Thiel, Gerhard Flach und Ingo Siebert beim Karstadt Marathon

Ein Lauf mit Licht und Schatten

13.05.2007

Als „RTB-Trio“ machen wir uns am Sonntag gegen 06.00h auf den Weg in den Ruhrpott (Essen).
Nachdem sich Christian einer Vielzahl von Kleidungsstücken entledigt hat, begeben wir uns zur Kleiderbeutelabgabe um dann mit dem Shuttlebus nach Dortmund zu reisen.

Wir sind für die Strecke Dortmund – Essen gemeldet.

Christian ist heute Zugläufer für eine Zielzeit von 3:15h
Wir beschließen zusammen zu starten um eventuell auch zusammen über die Ziellinie zu laufen.

Nachdem die Tücken der Startaufstellung gemeistert sind geht´s los.

Nach kurzer Zeit sind alle guten Vorsätze dahin………
……Gerhard ist nach 5km nicht mehr zu sehen, Christian hat genug Probleme seinen 3:15:00h Hühnerhaufen zusammen zu halten und ich lasse es ruhig angehen.
Ich laufe irgendwo zwischen den beiden, nur so schnell dass ich keine Schmerzen verspüre (Düsseldorf steckt noch in den Beinen, aber ich bin hier schon seit 1 Jahr angemeldet…..also Augen zu und vorsichtig durch…..bloß nicht weh tun).

Wieder Erwarten haben wir richtig Dusel mit dem Wetter und wir liebäugeln bereits mit einer Zielankunft im Trockenen.

Die Stimmung an der Strecke ist gut, ja fast schon sehr gut, jedoch sind die von Gerhard in Aussicht gestellten Sambatänzerinnen nicht bei der Halbmarathonpassage zu sehen…..Schade….

Wir passieren eine Stadt nach der anderen doch in Gelsenkirchen will so recht keine Stimmung aufkommen (Nachwehen des Schalker Fußballtraumas………).

Bei km29 kommt der „Come together point“……sehr unspektakulär, eigentlich bin ich enttäuscht.

Ab km 35 wird es hart, die letzten 7km steigen konstant an und die Beine werden schwer.
Keine 35 Minuten später ist es aber dann doch geschafft und wir laufen, einer nach dem anderen, über die Zielline [Gerhard (3:04:01); Ingo (3:12:20); Christian (3:14:42)]

In der Zielkurve stehen sogar Gerhards Sambatänzerinnen…….
.…….jedoch dass Ziel vor Augen laufen wir ohne anzuhalten weiter.

Bezogen auf die Strecke Dortmund – Essen sind wir sogar unter den ersten 100 von fast 2.500 Startern.

Nachdem mir unsere Sachen abgeholt und noch ein Erdinger getrunken haben geht´s ab nach Hause.

Ingo Siebert
RTB Marathonteam





Nachruf: Leider kam es auf der Strecke zu 2 Todesfällen (1 Skater und 1 Läufer sind kollabiert), 1 weiterer Läufer musste reanimiert werden (Gott sei Dank erfolgreich).
Auch wenn die meisten von uns routinierte und umsichtige Läufer sind, sollte sich jeder von uns vor einem Marathon fragen: Bin ich fit genug ???
Die Gesundheit ist wichtiger wie die Teilnahme oder die Jagd nach einer Bestzeit………..die Folgen können fatal sein.
Auch wenn wir alle ein bisschen verrückt sein mögen, sollte jeder von uns hin und wieder auf seine innere Stimme hören.