72. Bertlicher Straßenläufe

Gleich sieben RTBler zogen ins nördliche Ruhrgebiet. Mission: Laufen!

02.09.2007

Am Sonntag war der RTB gleich mit sechs Aktiven bei den Straßenläufen in Herten-Bertlich vertreten: Peter Gerber, Nina Isenberg, Michael Küpper, Ute Nithammer (vom Lauftreff), Jan Sentek und Christian Thiel waren dabei.

Dazu kam noch ein leider gesundheitlich angeschlagener Oli Witzke, der trotz eines malträtierten Fußgelenkes die Veranstaltung auf dem Rad begleitete, nicht mit Anfeuerungen geizte und fotografisch einige Eindrücke festhielt.

Die Veranstaltung, nordöstlich von Gelsenkirchen gelegen, hat zwei Eigenarten, die es zu erwähnen gilt:
Erstens findet sie drei Mal im Jahr (Anfang Februar, September und Dezember) statt. So gab es nun die 72. Auflage.

Und Zweitens werden in Bertlich die Strecken 5km, 7.5km, 10km, 15km, Halbmarathon, 30km und der Marathon angeboten; es ist für jeden etwas dabei.

Es prüfte sich Michael in Ermangelung ausreichender Trainingsbasis an den 15 Kilometern. Er war mit seiner Zeit von genau 1:08:00 zufrieden und die Anwesenden fragten sich, wie schnell er erst mit regelmäßigem Training wäre. Da geht noch was, Michael!

Ute und Jan liefen derweil den Halbmarathon und absolvierten diesen in 1:51:14 respektive 1:40:49. Wie man auf den Bildern unseres rasenden Fotoreporters sehen kann, hatten beide viel Spaß dabei.

Nina, Peter und Christian wagten sich an die maximale Herausforderung – den Marathon.

Für Peter sollte es ein besserer Trainingslauf sein, war es doch ein Mosaiksteinchen in seiner Vorbereitung auf sein nahendes Debut als Ultraläufer beim diesjährigen Röntgenlauf. Seine Zeit war mit 3:53:15 in so fern sehr beachtlich.

Für Nina und Christian war die Tagesaufgabe allerdings eine andere: Schnell laufen! Möglichst schneller als alle anderen!
Dies gelang beiden dann auch und der RTB feierte einen Doppelsieg auf der Königsdistanz! Nina gewann trotz hartnäckiger Magenschmerzen in einer sehr respektablen Zeit von 3:25:25, die aber hätte noch deutlich niedriger ausfallen können, wäre sie beschwerdefrei geblieben. Aber es gibt ja immer ein nächstes Mal! Sag jetzt nicht nein, Nina!

Für Christian war die Situation völlig ungewohnt: Vom Start weg alleine laufend, gelang ihm ein Start-Ziel-Sieg mit zehnminütigem Vorsprung. Die Zeit von 2:48:21 verfestigte zwar sein Wissen, ein Vierminutentempo auf 42 Kilometer durchlaufen zu können, er blieb trotzdem etwa fünf Minuten hinter seinen Erwartungen zurück. Hier bleibt mindestens bis 2008 die Aufgabe sub 2:40 stehen!

Alles in allem war die Fahrt für alle Beteiligten des RTB dann doch lohnend. Peter konnte im Ziel zwar nicht die durch Studium der Veranstaltungsinternetseite als besonders schmackhaft ausgelobte Erbsensuppe genießen – irgendwie wollte sein Magen nach dem Marathon dann doch nichts Herzhaftes – aber das Angebot für das leibliche Wohl war reichhaltig, es war für jeden was dabei – dann in Form von Kuchen auch für Peter!

Die Stimmung in der Pausenhalle des Diakonischen Werkes Recklinghausen, dem (wie auf der Internetseite zu lesen) „freundlichem Mittelpunkt der Bertlicher Straßenläufe war wie immer familiär, kein Eindruck der bei vielen Großveranstaltungen inzwischen anzutreffenen Massenabfertigung. Man trifft sich vor und nach dem Lauf und hat genügend Zeit mit gleichgesinnten fachzusimpeln.

Der Entschluß steht fest: Im Dezember sieht Bertlich den RTB wieder! Ganz bestimmt!

Christian